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Frauenpower op Hollands Water

mit Freizeit-Skipperin

             Jacqueline!!!

 

 

ApolloApollo

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                          Nächstes

Lust auf Schiff Frühstück! 

             03.03.2018 ab 10.00h 

Cafe am See Holtmühle in Wegberg

                Holtmühlenweg 2

 im Navi Hospitalstr.31 eingeben!!

                   bitte anmelden

        wegen Tischreservierung

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              Freie Kojen 2018

 19.05.-25.05.2018    1 Koje frei

 03.06.-09.06.2018     reserviert

10.06.-16.06.2018     2 Kojen frei

18.06.-30.06.2018     1 Koje frei

02.07.-06.07.2018     1Koje frei

18.08.-25.08.2018     reserviert

27.08.-01.09.2018     3 Kojen frei

03.09.-07.09.2018     reserviert

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Echtenerbrug Heimathafen von ApolloEchtenerbrug Heimathafen von Apollo 

 

EchtenerbrugEchtenerbrug

                 

 

  

Fryslan

 Die Mädels genießen die Sonnenstrahlen

                       Echtenerbrug/Fryslan

                        Woudsend /Fryslan

                       Blick aufs Ijsselmeer

 

 

 

 

Skipperin mit Crew in SneekSkipperin mit Crew in Sneek

 

 

„Frauenpower op Hollands Water“

 

Zeitungsbericht aus: Motorboot Magazin NL, Dezember 2016, S. 43 ff.
(Ursprünglicher niederländischer Artikel der Redakteurin Marjolein Scherrenberg - ins Deutsche leicht modifiziert übersetzt) 

 

 

So ab und zu begegnet man besonderen Menschen auf dem Wasser. Einer davon ist bestimmt die deutsche Jacqueline Gibbins aus Erkelenz – ein Ort in NRW, nicht weit von Roermond. Diese engagierte Frau fährt schon jahrelang im Sommer – ohne etwas daran zu verdienen – mit wechselnder weiblicher Besatzung durch Friesland und Overijssel.

Jacqueline ist eine enthusiastische, positiv eingestellte Frau mit einer Passion fürs Fahren. „Ich bin in Pension, hab alle Zeit um auf‘s Wasser zu gehen“, erklärt sie. „Mein Onkel hat mir Segeln beigebracht als ich jung war, dadurch ist meine Liebe zum Wasser entstanden.“ Später erwarb sie ihre Fahrerlaubnis zusammen mit ihrem damaligen Partner, aber schon bald lief es mit ihnen zusammen auf einem Boot nicht mehr gut. Sie gingen auseinander mit der Folge, dass Jacqueline trotz Fahrerlaubnis nicht mehr fahren wollte. Ein Boot alleine war keine Option. Schon bald aber entdeckte sie, dass sie nicht die einzige Frau in dieser Lage war. Sie traf verschiedene geschiedene oder verwitwete Frauen, die alle das gleiche Problem hatten: Passion am Fahren, aber kein Boot oder keinen „Bootsmann“. Allmählich kam ihr die Idee, ein Boot zu leihen und Frauen gegen Kostenbeteiligung mitzunehmen. Geteilte Kosten senken auch die Einstiegshürde für das Fahren, dachte sie. So sollten Frauen ihre Liebe zum Wasser teilen und Freundschaften aufbauen können.

Die Wahl auf Friesland für das Fahren war schnell getroffen. Jacqueline schwärmt von dieser Provinz. Die Umgebung hat es ihr angetan. „Man ist an allem so nah dran! Manchmal liegt man inmitten der Natur. Da wird man morgens wach zwischen Enten und Vögeln und nach zehn Minuten Fahren befindet man sich wieder in der Stadt mitten im Leben“, erzählt sie. Jeden Sommer fährt sie zehn Wochen herum, jede Woche mit einer anderen Crew. „Die Einsteigerinnen kennen mich durch Mund-zu-Mund-Propaganda. Oftmals fanden die, die mitgefahren waren, es so nett war, dass sie im darauf folgenden Jahr wieder anheuerten, aber dann zusätzlich mit einer Freundin, die im nächsten Jahr wieder jemanden mitbrachte. Mit der Zeit entstand daraus ein ganzes Netzwerk. Auch organisiere ich jedes Jahr ein Frühstück in einer Mühle bei uns in der Nähe, wo sich frühere Teilnehmerinnen und zukünftige Mitfahrerinnen treffen. Außerdem setze ich mal im Jahr eine kleine Anzeige in das lokale Blättchen, aber meistens kommen die Teilnehmer von selbst auf mich zu, und zwar aus ganz Deutschland, manchmal aus den Niederlanden. Voraussetzung ist, dass die Frauen deutsch können, denn ich spreche schlecht holländisch.“

Ganz selten fahren Männer mit. Aber lieber nicht, Jacqueline hat das Ruder lieber selbst in der Hand. „Männer übernehmen schnell das Kommando, sie wollen oft „an die Macht“, was ich nicht so mag, das kann ich gut selbst.“
Bei Ankunft an Bord werden Absprachen mit den Teilnehmerinnen direkt getroffen: Die Knoten werden erklärt und jeder bekommt eine Aufgabe. Eine befindet sich vorne, eine achtern und eine andere passt auf die Fender auf und legt das Brückengeld in den Holzschuh.
Jacqueline schätzt ihre Besatzung bei der Ankunft ein: „Manchmal sehe ich Frauen, die viel von der Natur halten, dann liegen wir öfter mal im Grünen. Andere Frauen brauchen richtig viel Bewegung, dann sorge ich dafür, dass wir irgendwo liegen, wo sie das auch umsetzen können. Jedem nach seinem Sinn mit Spaß daran, dass sich alle wohl fühlen.“
Vor allem für Frauen, die nicht viel Geld ausgeben können, ist Jacquelines Initiative ideal: Die Kosten werden geteilt. Eine Woche Mitfahren kostet pro Person ca. 350 €. Dann kommen noch 50 € dazu für die Bordkasse, woraus u. a. Schleusen- und Liegegelder gezahlt werden. Meist werden Lebensmittel von zuhause mitgebracht. „Eine der drei Crew-Mädels, die gerade mitfahren, hatte eine selbst zubereitete Quiche dabei - die war herrlich!“.

Diese Woche fahren Conni, Carola und Christine mit. Nicht alle kennen sich, aber alle kommen aus Erkelenz. Sie haben Jacqueline beim Sport kennengelernt und sind mittlerweile Freundinnen. Auch sie bekommen eine eigene Aufgabe an Bord. Außerdem wird ihnen im voraus erklärt, wo die Schwimmwesten liegen, wie sie diese anlegen können, und dann erfolgen Absprachen wegen des Schlafens und des Rauchens. Conni und Carola waren schon Freundinnen, sie schlafen im Vorschiff. Christine schläft bequem auf der Bett-Bank mittschiffs und Jacqueline hat die Koje achtern. „Manchmal ist es schön, mal eben etwas Ruhe zu haben, denn ich muss mich natürlich tagsüber beim Fahren gut konzentrieren. Nachtruhe ist dann wirklich wichtig. Auch bleibe ich meistens an Bord, wenn die Frauen in die Stadt shoppen gehen. Dann komme ich auch zur Ruhe. Obendrein spart es Geld!“, sagt sie lachend.

Nicht immer ist die Atmosphäre an Bord so ideal wie jetzt. „Manchmal haben Frauen eine andere Erwartung. Sie kommen an Bord mit der Vorstellung, dass sie vollständig versorgt werden. Aber das Beste ist mit anzupacken. So machen wir das bei allem: Fahren, Kochen, Abwaschen, alles zusammen.“ Es wird also echter Einsatz von den Frauen erwartet.
Jacqueline chartert üblicherweise die „Apollo“ bei Turfskip in Echtenerbrug. „Das Boot hat eine ideale Einteilung für das, was ich damit will. Ich mag kein eigenes Boot, das kostet sowieso zu viel Geld. Und wenn irgend etwas kaputt geht, kontaktiere ich den Vercharterer, um das Problem zu lösen. Ein eigenes Schiff bedeutet für mich viel Drumherum - ich finde es so prima, wie es ist.“
Eher selten fährt Jacqueline mit einem anderen Boot, wie auch in Kürze eine Woche lang mit einer ganzen Familie. Der Ehemann wird 50 und sie haben ein größeres Boot bei Turfskip gemietet und mich gebeten, das Kommando zu übernehmen. Ich bin neugierig wie das wohl wird, aber ich habe richtig Lust darauf.“

An jedem Jahresende trägt Jacqueline auf ihrer Homepage die Termine für freie Kojen ein, die in der kommenden Wassersportsaison buchbar sind. Interessierte können anrufen oder eine Mail schicken um sich anzumelden. „Sie sollten Freude an der Natur und Begeisterung für den Wassersport mitbringen und gesundheitlich in guter Verfassung sein. Teamgeist und Toleranz sind Voraussetzung und die Bereitschaft mit anzupacken.“
Doch ist es vor allem der Spaß an Bord, der den Ton angibt: Jacqueline zieht einen besonderen Fender hoch, der über dem Achterdeck neben dem Steuerrad hängt. „Da ist der Schiffswein drin“, sagt sie lachend. „Und das nicht allein“, erzählt Christine. „ Wenn wir ohne Probleme irgendwo angelegt haben, oder wenn wir eine Schleuse geschafft haben, dann wird immer gefeiert.“ Ein Crew-Mitglied geht in die Kajüte hinunter und kommt nach einer Minute wieder zurück mit einem Tablett und 5 Schnapsgläsern mit Bessemgenever. „Schau, so machen wir das: Weil alle unsere Crew-Vornamen mit einem „Ce“ beginnen und Jacquelines mit einem „J“, sagen wir dann: Dreimal „Ce“ und einmal „Jot“, Mensch, was sind wir Mädels flott!“ Und hoch gehen die Gläser, es wird gelacht und genossen. Das nennt man FRAUEN-POWER!!